LEHRER & PROGRAMMIERER

VON KINDERN FUER KINDER

Wie schön kann Unterricht sein, wenn Kinder etwas für Kinder machen! Mit meiner I Medio lernen wir den Kindergarten und die Prekinder-Stufe kennen. Was lernen die Kinder dort eigentlich auf Deutsch? Und wie können wir für kleine Kinder eine Geschichte malen und sie auf Deutsch erzählen? Was genau wir wie und warum gemacht haben, dazu später mehr in einem Artikel.

SPRACHDIPLOM LA UNIÓN 2013

Das mündliche Sprachdiplom 2013 war ein verdienter Erfolg für unsere Schüler in La Unión und ein wirklich schönes Erlebnis. Ich habe einige Eindrücke gesammelt und darüber geschrieben, was dieses Jahr gut gelungen ist.

SPRACHDIPLOM LA UNIÓN 2013

Besonders gefreut habe ich mich, wie gut die vielen kleinen Ideen, Kooperationen, Strategien dieses Jahr in eine profunde Vorbereitung der Schüler gemündet sind. Das konnte man an der Qualität der Themen, der fleißigen Arbeit der Schüler und den Darbietungen in den Prüfungen sehen. Herzlichen Glückwunsch an alle Schüler und Danke an unsere Abteilung und Konny und Pascal!

KOOPERIEREN LERNEN

Spielen ist ein integrativer Bestandteil des Unterrichtens. Lernerfolge lassen sich im Klassenzimmer dann multiplizieren, wenn Schüler lernen zu kooperieren. Ich stelle hier einige Spiele vor und spreche über meine Erfahrungen im Klassenzimmer.

DIE OPTIMALE SCHULWEBSITE

Dieses Jahr hatte ich die Gelegenheit, eine Entwicklungsstudie für die Optimierung von Schulwebsites durchzuführen. Bald folgt ein ausführlicher Artikel und eine fünfteilige Videoserie.

DRAUSSEN ARBEITEN

Ich freue mich immer, mit den Schülern etwas in der realen Welt anzufassen. Hier eine Unterrichtsstunde zum Thema Extremsport. Mit der 12. Klasse haben wir gelernt, wie man fährt, wie die Teile eines Longboards heißen und wie es funktioniert.

HAND UND KOPF BENUTZEN

Für meine Kollegin Rosmarie habe ich ihre Schüler und ihre Designobjekte von Alltagsgegenständen fotografiert - Vogelhäuser, Hundekleidung, Designershirts, Stofftiere und Spielzeugautos aus Holz. Handwerk und Schule sind heute leider immer noch zu wenig miteinander verknüpft.

HALLO, ICH BIN MICHAEL SCHWARK.


WELTENBUMMLER, DEUTSCH- UND ENGLISCH-LEHRER, WEB-DESIGNER UND -MARKETER, PROGRAMMIERER.
ICH LIEBE SCHLAGZEUGSPIELEN, LITERATUR, LABRADORE UND FLIEGENFISCHEN.
ZUR ZEIT LEBE UND ARBEITE ICH IN CHILE.

Geboren 1979. Seit dem 15. Lebensjahr erste Erfahrungen als Schlagzeuglehrer gesammelt und der Lehre in Studium wie Beruf treu geblieben. Mit 16 Jahren die Programmierung entdeckt. Auf die Bereiche Tourismus, Bildung und Kunst spezialisiert, mit 29 auf elektronische Sicherheitssysteme fokussiert. Seit über 10 Jahren erfolgreich in beiden Berufen zeitgleich tätig. Viel Kaffee, Sport, Musik. 101% Workaholic auf der Suche nach Ästhetik und dem goldenen Schnitt, gepaart mit der unbändigen Lust, die Welt zu entdecken.

  • STRATEGIEN

    Stoff zu vermitteln, ohne Strategien an Inhalte zu koppeln, ist wie Kochen ohne Wasser. Es führt zu keinerlei Lernzuwachs.

  • KNOW-HOW

    Erfolgreiche Menschen zeichnet aus, dass sich ihr Wissen an Fähigkeiten misst, ersteres kreativ und problemorientiert einsetzen.

  • IDEEN

    Junge Menschen freuen sich, wenn man ihnen zuhört und sich Zeit nimmt, ihre Ideen aufzugreifen und zu verfolgen.




Lehre // DaF, Englisch, Sprache und Literatur, mehrjährige interkontinentale Lehrerfahrung, Fachleiterassistenz, Fachleiter, Vorbereitung und Prüfung im Sprachdiplom 1 und 2. Softwarelösungen für Notenverwaltung, Stundenplanung, digitale Klassenräume.
Arbeitsgemeinschaften // Rock- und Jazzschlagzeug, Musikproduktion, Schulband, Webdesign, Kinderliteratur, Skateboard und Longboard, Tischtennis.
Web-Entwicklung // PHP, Java, jQuery, HTML5, CSS. Serversite Security und Zweifaktorenauthentisierung. Content-Management-Systeme wie Joomla, Wordpress und Concrete5. Online-Branding, Copywriting, Produkt-, Servicefotografie und B2C-Prozessoptimierung für mittelständische Unternehmen in Tourismus, Gastronomie, Handel, Bildung. Experte in der Adobe-Produktpalette, erfahren in Final Cut und Premiere.

Motivation // Ich erreiche Schüler, setze klare Ziele, bewerte transparent. Ich fördere und fordere Talente und Kompetenzen. Ich möchte Jugendliche in eine erfolgreiche Zukunft entlassen. Dazu braucht es dynamische Arbeitsumgebungen, klare, kritische, aber flache Hierarchien und persönliche Hingabe, Schulprofile mit den eigenen Kompetenzen und Talenten zu bereichern, zukunftsorientiert und erfolgreich auszubauen. Hin und wieder spreche ich diese Themen auch hier in meinem Blog direkt an.

  • FACHLEITERTAGUNG DER DEUTSCHEN SCHULEN IN CHILE 2014 IN SANTIAGO
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    Es ist eine Weile her seit dem letzten Eintrag. Das lag sicherlich vor allem auch an der erfolgreich hinter uns gebrachten Hochzeit und dem immensen Arbeitsaufkommen bei Juanita wie mir auch. Außer einem Umzug in ein neues Haus bleibt bei uns nicht viel zu berichten. Die Sprachdiplomvorbereitung dieses Jahres läuft bereits nach recht wenigen Schulwochen auf Hochtouren. Ich erwarte für dieses Jahr noch mehr und tatsächlich läuft es im Unterricht bereits wesentlich strukturierter. Die Schüler vor allem im SD I reden mehr, sicherer und sind redefreudiger. Man kann sich eh nie auf mehr als einen Aspekt wirklich konzentrieren – bei mir ist das dieses Jahr die Verzahnung der Vorbereitung des schriftlichen und mündlichen Prüfungsteils. Davon erwarte ich eine bessere Bestehensquote. Voraussagen kann man das nicht, aber die Aufgabenstrukturen im Unterricht werden besser und abwechslungsreicher. Mit Leo gibt es einen neuen Freiwilligen von Kulturweit, mit dem man schnell, gut und unkompliziert planen kann. Nach 2 Wochen Zuschauen ist er schnell selbstsicher und kontaktfreudig geworden, was im Unterricht ein absoluter Mehrgewinn ist. Es bleibt aber also leider weniger Zeit zu schreiben. Denn nach einer durch eine Teamverkleinerung bedingte Flucht in reine Datenbankenprogrammierung größerer und anonymerer Projekte bin ich endlich wieder mehr mit visuellen Seiten beschäftigt, was wesentlich mehr entspannt. Außerdem kriegt meine kleine Analyse von Schulwebsites ein erstes selbst entwickeltes Live-Beispiel. Darauf freue ich mich.

    Neben vielen Grüßen in die Heimat gibt es deshalb wenigstens ein Foto von der diesjährigen Fachleitertagung der Deutschen Schulen in Chile, die wie immer am Lehrerbildungsinstitut in Santiago stattgefunden hat. Recht ungewöhnlich für mich, dass es mich diesmal so weit vorn erwischt hat – normalerweise bin ich eher fotoscheu. Scheinbar konnte man sich einfach nicht mehr schnell genug verstecken. Die Tagung war gehaltvoll und der diesmal große Teil zu Änderungen im Sprachdiplom war fruchtbar und gehaltvoll. Mit Santiago bin ich allerdings aber wie immer nicht warm geworden.

    Mein Interesse für europäische Politik ist in diesem Jahr noch weiter abgeklungen, obwohl scheinbar doch gerade jetzt fundamentalere Umwälzungen stattfinden? Stattdessen fliegt die Zeit dahin und am meisten freue ich mich nach 2 Jahren auf meine Eltern, mit denen Juanita und ich im Dezember den Süden Chiles bereisen. Bis bald und Grüße aus dem Süden.

  • I AM A HAPPY SNAPPY CROCODILE
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    It has been going on a lot lately and I have not been able to post anything. First and foremost there was a lot of work to do this vacations. I have been involved in some encryption and security work for a cinema reservations system as well as finished some web design and programming projects in fields of education. Most important for me and also some of you folks that know me might actually be that I will soon be married. For most this will come as a surprise but I feel absolutely sure about it and though never really thinking of getting married anytime in my life it now feels so good. If you like to see the wedding announcement I happily invite you to follow this link here. Since I put together our story on this little template I have had several requests whether I could help out with something similar. You might want to contact me if you wish to do something similar as for example a proposal to your loved one!?

  • FILMTIPP FUER DEN UNTERRICHT: MARY UND MAX ODER SCHRUMPFEN SCHAFE, WENN ES REGNET
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    Da ich den Artikel gerade aktualisiert habe, möchte ich vorab darauf verweisen, dass ich hier unter diesem Link ein Arbeitsblatt zum Film zur Verfügung gestellt habe. Ich habe den Film in diesem Jahr mit einer siebten Klasse, einer neunten und einer zehnten Klasse geschaut. Dieses Arbeitsblatt, das ich ausschließlich in der 10. Klasse verwendete, versucht auf vielfältige Art und Weise, Sprechimpulse im Unterricht freizulegen, auf Basis von authentischen Kritiken von amazon.de ein schnelles überfliegendes Leseverstehen zu üben und narrative Handlungslogik in Form von rezeptiven Prozessen zu überprüfen. Sicherlich kann dieses Arbeitsblatt auf andere Klassenstufen heruntergebrochen oder erweitert werden. Sollten Sie es verwenden, freue ich mich über eine E-Mail mit Ihrer Version und/ oder Ihrer Erfahrung. Jetzt aber weiter zum eigentlichen Thema, dem Film selbst.

    Spielfilme in DaF sind so eine Sache, mit der ich bis heute nicht recht warm geworden bin. Obwohl ich im muttersprachlichen Deutschunterricht einige Jahre immer wieder Unterrichtseinheiten zu und mit Filmen geplant habe – von “Twilight” über “Ronja, die Räubertochter” bis hin zu “Taxi Driver”, ergeben sich im DaF-Unterricht meiner Meinung nach doch auch gravierende Problemherde – zum einen zum Beispiel sind entsprechende Aufgaben vorerst eher rein rezeptionsorientiert und produktionsorientierte Aufgaben bedürfen einer aufwendigen Planung und strengen Durchführung. Zum anderen ist die Angemessenheit in Bezug auf Lernernivaus schwierig zu veranschlagen und in Bezug auf deutsche Vergleichsprüfungen rauben solche Einheiten schnell wertvolle Unterrichtszeit beziehungsweise Trainingsphasen, die man braucht, um auch leistungsschwächere Schüler vorzubereiten. “Mary und Max” lag aber schon lange auf meiner Festplatte, mit einem großen Ausrufezeichen versehen – nicht nur ist der Streifen liebevoll erzählt und visualisiert, er diskutiert vollkommen zeigefingerfrei auch viele heutige Probleme und offene Fragen wie Drogensucht, sozialer Umgang mit anderen Menschen, Bildung und viele Wertevorstellungen mehr – und das alles noch dazu vor einem interessanten Hintergrund – der Geschichte um eine ungewöhnliche Brieffreundschaft zwischen einem achtjährigen Mädchen aus Australien und einem unter dem Asperger-Syndrom leidenden alten, zurückgezogenen Mann aus New York. Aber auch die künstlerische Umsetzung macht den Film spannend für den Unterricht.

    “Herr Schwark, das ist kein Kinderfilm. Aber er ist gut für Kinder.”

    Denn liebevoll als Stop-Motion-Film und mit Knetfiguren umgesetzt, wird doch erst langsam im Verlauf des Films immer klarer, dass sich die ursprünglich erwartete Textsorte nicht so recht erfüllen will und mag – zu krude sind manchmal die Ereignisse, zu multidimensional die Charaktere und zu gewitzt angelegt die Narration. Verschiedene Abschnitte des Films bieten sich geradezu an, durch die Einteilung der Erzählung und auch die Visualisierung der Handlungen, den Film anzuhalten und die Schüler beschreiben, vermuten zu lassen und gemeinsam zu beobachten. Der Gegensatz zwischen Erwartetetem und Eingetroffenem ist, was den Film für Kinder wie Erwachsene so spannend macht. Meine siebte Klasse zumindest war einhellig der Meinung: “Herr Schwark, das ist kein Kinderfilm. Aber er ist gut für Kinder.”.

  • DAS THEATERSTUECK, DAS KEINES WURDE UND UEBER DIE FREUDE DER KINDER AM GEMEINSAMEN LERNEN
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    Angefangen hatte es mit einer Übung und Wiederholung der Satzbauformen des Deutschen im Rahmen der Vorbereitung des Sprachdiploms I. Zwei Gruppen von Schülern schrieben im Stille-Post-Stil an der Tafel zwei Geschichten, die als Startpunkt nur eines gemeinsam hatten -  eine Zeichnung eines kleinen Jungen im Ballon. Anton sollte er heißen, das wollten die Schüler. Dann, nach der stressigen Phase des Sprachdiploms, entstand spontan die Idee, die Geschichten von Anton als Theaterstück darzustellen. Und da ohnehin die Idee im Raum stand, Oberstufe, Mittelstufe und Kindergarten einander näher zu bringen, hatte ich die Idee gemeinsam mit den Kindern aufgegriffen. Statt einem klassischen Theaterstück für ein Publikum sollte es ein Stück sein, das sich ausnahmslos an Kindergartenkinder unserer Schule richtet. Deshalb sollten die Kinder nicht im Zuschauerraum, sondern auf der Bühne sitzen, und möglichst eingebunden werden in das Geschehen, in die Geschichte von Anton.

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  • EINE WOCHE OBERSTUFENSEMINAR DER DEUTSCHEN SCHULEN IN CHILE 2013
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    Nach zwei Weiterbildungen und einer Fachleiterkonferenz war das Oberstufenseminar der Deutschen Schulen in Chile die vierte Veranstaltung, der ich am Instituto Profesional Alemán Wilhelm von Humboldt in Santiago beigewohnt habe. Auch dieses Mal bin ich nicht enttäuscht worden – die Qualität hat sich bisher stetig verbessert und man merkt, dass die Organisatoren die konstruktive Kritik an ihren Veranstaltungen ernst nehmen und daran arbeiten, eine erstklassige Weiterbildung, aber auch eine erstklassige Beratung der Deutschen Schulen in Chile im Allgemeinen voranzutreiben.

    Besonders positiv ist anzumerken, dass sich über fast zwei Jahre der Anteil der pragmatischen Arbeit und der kooperativen Lernformen während der Veranstaltungen im Fach Deutsch meiner Meinung nach mehr als verdoppelt hat – in einer Woche Oberstufenseminar wurden immerhin an vier von fünf Tagen mindestens die Hälfte der Seminarzeit mit den Kollegen an konkreten Aufgabenstellungen gearbeitet, Tendenz steigend. Darüber hinaus wurden viele der Projekte und methodischen Ideen von Kollegen selbst mitgebracht – das fand ich überaus überzeugend. Besonders gefallen haben mir dieses Jahr die Ideen von Frau Eva Schmaderer, Fachleitererin der Deutschen Schule Osorno, zur Textproduktion (Wettermeldungen und Nachrichtenbeiträge schreiben) sowie zum Theaterspielen (ein Wagnerstück DaF-gerecht aufführen).

    Den lobenswerten inhaltlich-methodischen Exkursen gegenüber stand natürlich die Neuigkeit eines doch nachhaltig reformierten Sprachdiploms II, das sicherlich die Arbeit aller Deutschen Schulen in der Oberstufe mittelfristig beeinflussen muss. Ich hätte mir gewünscht, diese Veränderung vielleicht exemplarisch mehr in der Tiefe zu betrachten, da sich die Bewertungskriterien der schriftlichen Prüfungen schon gravierend verändert haben. Aber nun muss halt der pragmatische Weg und die ersten Ergebnisse unter neuem Modell im nächsten Jahr die Weichen stellen.

    Nachdem ich in den letzten zehn Jahren nie weiterbildungsscheu war, obgleich das qualitative Gefälle von pädagogischen Weiterbildungen doch zum Beispiel selbst oder gerade auch in Europa sehr groß ist, muss ich sagen, dass Chile mit dem Instituto Profesional Alemán Wilhelm von Humboldt über eine überdurchschnittlich hochwertige Struktur verfügt. Ich hoffe, dass noch mehr Kollegen aller Fachrichtungen über Deutsch hinaus beginnen, sich für Veranstaltungen am LBI zu interessieren und dieser Kurs unter der neuen Fachleiterin Frau Hendrischk auch zukünftig beibehalten werden wird.

  • TAG DES LEHRERS IN CHILE
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    10 Jahre ist es jetzt her, dass ich an öffentlichen und privaten Schulen unterrichte. Und bis auf kurze Pausen zu Gunsten meiner Tätigkeit als Programmierer oder im Marketing bin ich dem Lehrberuf bis heute treu geblieben und habe nicht vor, das in naher Zukunft zu ändern. Auf dem Tag des Lehrers hier in Chile ist dank meinem Kollegen Peter und dessen Talents zum Fotografieren dieses Foto entstanden. 10 Jahre im Dienste der Lehre in der schönen Gemeinde hier um den Lago Ranco bescheinigt mir die Urkunde, die ich in der Hand halte. Das ist so natürlich nicht richtig – dieses war mein zweites Lehrjahr in Chile und mein erstes hier in der Stadt. Dennoch hatte ich mich gefreut, dass die Leute hier es nicht so eng gesehen haben und ich die Chance hatte, dabei zu sein. In den letzten 10 Jahren habe ich viele verschiedene Schulsysteme, Arten von Schulen, Kollegen und Schüler kennengelernt. Zu mehr als nur einigen stehe ich noch heute in gutem Kontakt. In einer Mehrzahl sind mir positive Erinnerungen haften geblieben und wenn ich heute zurückschaue, habe ich überall viel dazulernen können. Der Lehrerberuf, ranken sich auch viele Legenden um ihn, ist ein wichtiger Beruf in einer funktionierenden auf geistige Entwicklung sinnenden Gesellschaft und ist eine Bereicherung für das eigene Leben weit über das Klassenzimmer hinaus. Soviel hat diese Etappe gezeigt. Ich freue mich auf die nächsten Jahre.

  • ICH WILL NICHT DEN TEUFEL AN DIE WAND MALEN, ABER ICH MACHE DREI KREUZE, WENN DIESES RINDVIEH MAL IN DIE PUSCHEN KOMMT, SICH INS ZEUG LEGT UND SEINE FLAEPPEN MACHT, DAMIT ICH NICHT IMMER SELBST IN DIE BRESCHE SPRINGEN MUSS
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    Ein gewagter Titel, ja. Ein chilenischer Schüler vor dem Schüleraustausch versteht meiner Unterrichtserfahrung nach zunächst einmal das Folgende: “Teufel”, “Wand”, “malen”, “drei (Kreuze)”, “springen”. Es fiele mir jetzt zugegebenermaßen selbst schwer, zu verbalisieren, wie ein Muttersprachler hier auf den Kontext schließt, dass sich offensichtlich eine ständig von seinem Freund als Fahrer eingesetzte Person darüber beschwert, dass sie immer wieder (im letzten Moment) Initiative ergreifen muss, um ihren Freund mit dem Fahrzeug von x nach y zu befördern. Eine Sprache lernen, eine Sprache sprechen und eine Sprache verstehen sind so voneinander grundverschiedene Dinge wie in sich hochgradig komplex angelegte Fähigkeiten. Das ist zum Teil ja gerade auch das Spaßige an Sprache(n), das Schwierige beim erstmaligen Kontakt mit (vielen) Muttersprachlern in (vorzugsweise) deren Kulturkreis. Zu denken gibt einem bei letzteren Überlegungen dann, warum trotz allem oder doch gerade deswegen jene Lerner oft die meiste Freude am Sprachenlernen und Sprachensprechen haben.

    Bewusst geworden, wie wichtig es ist, mit den Schülern auch im stilistischen Bereich der deutschen Sprache zu arbeiten, ist mir erst dieses Jahr wieder, als sie mich vereinzelt oder in Gruppen um Hilfe baten, die E-Mails, Facebook-Chatnachrichten und Artikel und Status-Updates ihrer deutschen Freunde in sozialen Netzwerken zu übersetzen oder auch passende Antworten zu formulieren. Gerade die Digitalisierung und die mit ihr einhergehende Kürze heutiger schriftsprachlicher Kommunikation führt besonders auch unter Jugendlichen dazu, dass neben Sprichwörtern auch verstärkt Phrasen, verbreitete Sprichwörter und Jugendwortschatz den eigentlichen Kern der Aussage(n) bilden. Oft erschwert das dann erst einmal das Verständnis eines Schülers, der Deutsch als Fremdsprache lernt, aber noch nie oder selten die Zielsprache in einer Gruppe von jugendlichen Muttersprachlern außerhalb des schulischen Kontexts gesprochen hat.

    Auch wenn man als Lehrer immer wieder selbstkritisch ist, versucht, den Wortschatz unter stilistischen Aspekten auszutarieren, Mündlichkeit im Unterricht zu fördern oder Authentizität in den Aufgabenformaten zu stärken, Stilübungen integriert – der oben angesprochenen Anforderung wird man meiner Erfahrung nach nie zur absoluten Genüge gerecht werden können im DaF-Unterricht. Ein Aufenthalt im Ausland aber, das ist meine Erfahrung, vitalisiert den stilistischen Sprachgebrauch vieler Lerner gewaltig – nicht selten habe ich schon einmal von Zurückgekehrten Phrasen oder Worte gehört, die mir selbst nicht mehr so geläufig waren.

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  • KLEINER ERFOLG IM AUFSATZWETTBEWERB DER DEUTSCHEN SCHULEN IN CHILE
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    Alljährlich findet hier der Aufsatzwettwerb unter allen Schülern der 10. Klassen der Deutschen Schulen Chiles statt. Ich freue mich, dass Karla aus La Union dieses Jahr in die engere Auswahl gekommen ist. Sie hat einen wirklich guten Text geschrieben und ich bin glücklich, dass sie die Chance erhält, an der zweiten Runde in Santiago teilzunehmen. Sie hat es mehr als verdient, in Deutschland einige Monate Land und Leute kennenzulernen, um dabei ihr Deutsch zu verbessern. Karla überlegt, Tiermedizin zu studieren und ich hoffe, sie kommt auf das Land und kann zeitgleich aber auch ein paar Universitäten besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

  • HARMONISIERUNG VON SPRACHLICHER AKTIVIERUNG, BEURTEILUNG, BENOTUNG UND AUFGABENDIFFERENZIERUNG AM BEISPIEL EINES SPRACHSPIELS
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    In diesem Artikel möchte ich ein theoretisches Problem vorstellen, mit dem ich mich in der Lehre seit vielen Jahren konfrontiert sehe. Im Anschluss möchte ich versuchen, eine Lösung an einem eigenen Unterichtsbeispiel mit originalen Unterlagen und Unterrichtsaufnahmen vorzustellen. Nach einem Einblick in ein relativ offenes Sprachspiel und einer kurzen Vorstellung einiger Variationen dessen, die ich häufig verwende, möchte ich auch Risikofaktoren aufzeigen und derer mögliche Lösungen aus meiner Praxis, um die beschriebenen Strategien zur Beurteilung und Bewertung relativ problemlos im eigenen Unterricht ausprobieren zu können. Am Ende sollen einige positive Beobachtungen stehenbleiben, zu denen mich, so glaube ich, diese Arbeitsweise auch geführt hat und immer wieder führt. Schließlich zeigt sich, so hoffe ich, was ich mit der Harmonisierung von Beurteilung, Benotung und Aufgabendifferenzierung für den Sprachunterricht meine und welchen Wert es hat, weiterführend über sie nachzudenken.

    In Chile herrscht ein Klausurenwahnsinn, der sich in einem regelrechten Wettbewerb unter Lehrern äußert, in kurzen Abständen schriftliche Leistungen im Klassenarbeitsumfang abzufragen, deren Bewertungen dann als volle Noten im Klassenbuch erscheinen. Als Konsequenz wird in allen, inklusive den humanwissenschaftlichen Fächern eine einfache Faustformel verwirklicht: möglichst viel theoretischer Inhalt an die Tafel und dann in das Heft kopieren, memorieren lassen (außerhalb des Unterrichts) und dann in Ankreuz- und Textaufgaben in Klausuren wieder abfragen. Dieser problematische Dualismus ist vielen Kollegen noch gar nicht klar, obgleich langfristig negative Auswirkungen auf die Fähigkeiten der Schüler längst beobachtet und zunehmend auch angesprochen, wenn auch meiner Meinung nach noch nicht konsequent genug angegangen werden. In jedem Fall sind die bis jetzt noch wenig zufriedenstellenden Sprachkenntnisse nicht nur in Deutsch, auch in Englisch und auch bis in hohe Klassen durchschnittlich gering ausgeprägten Kompetenzen im Umgang mit (nicht nur literarischen) Texten ein auch unmittelbar aus obigem Sachverhalt resultierendes Problem. Als Sprachlehrer aber wissen wir um die Kernverantwortlichkeit unseres Faches auch gerade für die universitäre Laufbahn des Kindes und um die Schlüsselqualitäten, die Muttersprache wie Fremdsprachen vermitteln können. Allweilen erzähle ich seit Jahren im Unterricht die Geschichte, wie Heisenberg seiner Zeit seine bis heute gültige Lehre der Unschärferelation eines Teilchens letztendlich mathematisch lösen konnte – nicht etwa am Reißbrett, vor seinen Heften, an der Tafel oder am Schreibtisch – sondern in Waldspaziergängen und lebendigen Diskussionen mit Pauli, Bohr und Einstein – schließlich dann allein bei monatelangem Sitzen auf Felsen auf Sylt und Schreiben eines Urlaubstagebuchs.

    IMG_1334Dennoch – problem- und produktionsorientierte Prozesse geraten im derzeitigen Szenario des Sprachunterrichts leider noch zu selten in das Blickfeld von Lehrern -  das ist tödlich für den erfolgsorientierten Sprachunterricht. Das Ausmaß rein rezeptiver Aufgabengestaltung aber ist pervertiert, hält man sich vor Augen, was wir heute über das Gehirn im Allgemeinen, seine Wachstumsvoraussetzungen, die Wissensspeicherung und erfolgreiches Lernen im Kindes- und jugendlichen Alter wissen.

    Die Annahme, eine bloße Richtungsänderung hin zu Leistungskontrollen in kürzeren Intervallen könnte die Situation mittelfristig verbessern und negative Faktoren vermindern, ist bedingt richtig. Leistungskontrollen sind geeignete Instrumente, die Lernhaltung und Lernmotivation von Schülern langfristig positiv zu modellieren. Wenn aber Klassenarbeiten beinahe in jedem Fach bereits im 2- bis 3-Wochen-Turnus geschrieben werden, werden Schüler zum Teil jahrelang repetetiv ihr Kurzzeitgedächtnis “entrümpeln” und kurzfristig mit neuen Unterrichtsinhalten “zumüllen”. Die grundlegende Einsicht dafür, dass Schüler Zeit brauchen, rein rezeptiv erworbenes Wissen im Sprach-Unterricht anzuwenden, ist, was ich fordere. Mutiger noch wäre es zu behaupten, dass das Potential rezeptiv erworbenen Wissens weit hinter dem des in Produktion (Versuch), Evaluation und Applikation erworbenen zurückbleibt. Aus meiner Sicht und meiner Erfahrung nach zweifle ich das gar nicht mehr an. Ich verzichte bewusst darauf, mich hier nur auf den Sprachunterricht als solchen zu beziehen. Ein Mechanismus des Abfragens von Leistung zum Zwecke einer Beurteilung, die in eine Bewertung mündet, macht überhaupt nur dann Sinn, wenn dieser Mechanismus der Gestaltung und Differenzierung des Lernprozesses des Kindes und der immerfortwährenden Ausrichtung des Unterrichts dient. Denn nur so geben wir den Kindern die Möglichkeit, sich zu versuchen, zu beweisen, eigene (!) Fehler und eigene (!) Schwächen zu erkennen und mittel- und langfristig an diesen zu wachsen.

    Wir sollten also unbedingt beginnen, die Prozesse unserer Beurteilung und Bewertung mit unseren Unterrichtsmethoden und -planungen zu harmonisieren. Was aber heißt das letztendlich für einen erfolgreichen Sprachunterricht? Zum einen dürfen wir weder mehr isolierte Phänomene lehren und lernen, noch dürfen wir isolierte Lerninhalte mit Lernerfolg verwechseln, und erstere deshalb zur Basis unserer Beurteilung und Bewertung von Schülerleistungen erklären. Sicherlich, dieses Problem hat noch kein Schulsystem tatsächlich gelöst. Aber das kann kaum eine Entschuldigung sein, nicht nach Ideen zu suchen. Eine solche Idee möchte ich exemplarisch zur Diskussion stellen.

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  • MIT SCHUELERN FREUDE AN ETWAS HABEN UND WARUM DAS WICHTIG IST
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    Spaß haben und Freude zu empfinden sind gleichsam wichtig für Kinder und ihre Entwicklung und die Arbeit mit Kindern an einer Schule – aber dennoch sind beide Sachen bei näherer Betrachtung doch sehr unterschiedlich. Spaß haben passiert im Moment, Freude entwickelt sich an einer Tätigkeit, eines individuell oder gemeinsam erlebten rezeptiven oder produktiven Prozesses. Spaß ist ein wichtiger Türöffner, Freude kann Talente wecken, neue Richtungen aufmachen und lebensbedeutsam werden. Die erfolgreichsten Menschen, die ich in meinem Leben kennengelernt haben, waren sehr unterschiedlich – aber eines hatten sie gemeinsam: sie haben bereits als Kinder viele Dinge ausprobieren können und sich bis in hohes Alter für verschiedene Dinge begeistern können, auch Freude an Neuem erfahren können.

    Ich habe viele Jahre mit Kindern verbracht und ein relativ breites Spektrum an Inhalten unterrichtet. Heute glaube ich, dass es relativ einfach ist, mit Kindern Spaß zu haben, sogar kontraproduktiv ist, wenn man nicht auch auf die Bremse treten kann und ihn bewusst einsetzt – schwieriger und wichtiger aber ist es, immer wieder Momente zu finden, gemeinsam mit ihnen Freude an etwas zu entwickeln. Diese Momente sind deshalb so wichtig, weil Kinder vor allem daran wachsen, Dinge zu probieren und zu spüren, die sie vorher noch nicht probiert und gespürt hatten. Manchmal kommen diese Momente im eigenen Unterricht, manchmal wie in diesem Fall, in fachfremden Vertretungsstunden, im Musikunterricht. Wichtig ist dabei manchmal auch weniger das Fach. Manchmal findet man so einen Weg, Schüler aufzuschließen und es ergeben sich Wege, die sich mit den selben Schülern sonst nicht so einfach erschlossen hätten. Danke an meinen Schüler Alvaro für das Filmen der einzelnen Clips.

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  • TAG DER DEUTSCHEN EINHEIT 2013 AN DER DEUTSCHEN SCHULE LA UNIÓN
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    Für alle Interessierten, die heute morgen nicht in der Aula der Deutschen Schule La Unión anwesend waren, und aus Gründen der eigenen Archivierung, veröffentliche ich hier meine Rede zum Tag der Deutschen Einheit auf Spanisch und Deutsch. Bei allen Zuhörern möchte ich mich herzlich bedanken. Unseren Schülern und meinen Kollegen wünsche ich ein erfolgreiches ausklingendes Schuljahr 2013, gemeinsame Kraft und Ideen. Das Gebiet des Deutsch sprechenden Volkes hat viele Gründungen gesehen. Aber sicherlich ist der Tag der Deutschen Einheit ein wichtiger Tag der jüngsten Geschichte Deutschlands, insofern er Menschen und ihre Familien mit der gleichen Geschichte, Kultur und Sprache nach Jahren der Trennung und Isolation zusammengeführt hat.

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  • IM ZWILICHT DER GESTALTUNG VON AUFGABEN & BEWERTUNG EINZELNER ASPEKTE LITERARISCHEN LERNENS IM FACH DEUTSCH IN CHILE
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    In meinen letzten beiden Jahren als Lehrer im Fach Deutsch in Chile ist mir aufgefallen, dass hier literarische Aspekte im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht nur selten eine Rolle spielen. Das hat sicherlich vielfältige Gründe, die ich an dieser Stelle aber nicht ausufernd diskutieren möchte. Stattdessen dachte ich, es ist eine gute Idee, einmal einen Versuch zu starten und nach der auf Alltagskommunikation konzentrierten Zeit der Vorbereitung auf das Sprachdiplom 1 nunmehr auch ein Experiment zu wagen und etwas Literatur im Unterricht anzubieten.

    Da die Schüler bereits in Lenguaje Bücher lesen und in Chile aber mit fast ausschließlich rezeptionsorientierten Aufgaben konfrontiert werden, will ich ganz bewusst einen produktionsorientierten Ansatz für das Fach Deutsch in Chile in den Mittelpunkt rücken. Dabei möchte ich insbesondere die Aspekte Aufgabengestaltung und Bewertbarkeit und Bewertung diskutieren – Punkte, die uns insbesondere im Fach Deutsch in Chile beschäftigen müssen.

    Da ich in einem vorhergehenden Artikel bereits ausgiebig auf den unreflektierten Einsatz von Medien und die neurowissenschaftlich belegten negativen Konsequenzen für unsere Kinder eingegangen bin, fühlte ich mich in der Pflicht, hier selbst einen Film zu wählen und mich daran zu versuchen, etwas anders, vielleicht und hoffentlich ja sogar etwas besser zu machen. Manch einer mag die Assoziation im Titel schon bemerkt haben – es handelt sich um “Twilight”, eine relativ junge Jugendvampirsaga, die erst in Buchform von Stephanie Meyer, dann als Filmtrilogie erschienen ist.

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  • SPIELEN IM SPRACHUNTERRICHT 1: VERAENDERUNG ERFAHRBAR MACHEN – KOOPERATION DURCH KOORDINATION LERNEN UND POSITIV VERSTAERKEN
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    In diesem Artikel soll es darum gehen, wie eng Lernen und Spielen im Sprachunterricht beisammen liegen. Ich möchte beschreiben, wie der Mut zur Veränderung Schüler aktiver werden lässt. Und ich möchte zeigen, wie das Üben der Koordination untereinander die Fähigkeit zur Kooperation in Spielen im Sprachunterricht stärkt und welche positiven Auswirkungen ich beobachten kann. Nach Vorstellung der Idee werde ich einige Spiele und ihre Variationen vorstellen, die ich über die Jahre hinweg als festen Fundus etabliert habe. Abschließend sollen auch die Risiken nicht verschwiegen werden und ich werde versuchen, einige meiner Meinung nach nützliche generelle Tipps an Sie weiterzugeben, falls Sie eines der Spiele mit Ihren Schülern ausprobieren möchten.

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  • MUENDLICHES SPRACHDIPLOM 2013 IN LA UNIÓN – EINE SCHOENE UND SEHR ERFOLGREICHE ZEIT GEHT ZU ENDE
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    Mein Schuljahr in La Unión geht in das letzte Viertel, eingeleitet durch den heutigen Abschluss der mündlichen Prüfungen im Sprachdiplom 1 und 2. Nach den letzten Monaten bin ich etwas müder geworden, aber Ausruhen kommt noch nicht in Frage. Das Sprachdiplom ist ein wichtiger Teil der Lernkontrolle, aber nicht der Hauptfokus der Lehrverpflichtung an einer Deutschen Schule im Ausland. Es gibt noch viel zu tun und ich möchte gern noch einige Sachen ausprobieren und freue mich darauf.  Es war ein schönes Sprachdiplom, primär durch die überwältigende Mehrzahl interessanter Präsentationen zu interessanten Themen mit sich anschließenden erhellenden Diskussionen mit den Schülern auf Deutsch. Ich hatte viel Spaß mit den Schülern in den Prüfungen, viele haben mich überrascht, einige geradezu verblüfft, mit anderen habe ich gut diskutiert, wieder andere haben mich mit ihren Plakaten oder elektronischen Medien bis hin zu gebastelten Modellen vom Hocker gehauen.

    Ich bin sehr stolz auf unsere Schüler. Kinder im richtigen Moment frei arbeiten zu lassen, in anderen eng zu begleiten, viel individuelle Kommunikation und eine Stärkung der Klassenverbände haben, glaube ich, viel zum Erfolg beigetragen. Alle haben Deutsch gesprochen und geschrieben – und das sehr gut. Hier ein paar Eindrücke unserer Plakate und Medien.

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  • INTERNET IM KLASSENZIMMER UND INWIEWEIT DAS, WAS SCHULE (LEIDER) LANGE NICHT MEHR GLAUBT, DOCH (NOCH) GUTEN UNTERRICHT AUSMACHT
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    Im Zuge meiner arbeitsintensiven letzten 3 Monate in Hinblick auf die Vorbereitung des Sprachdiploms 1 und 2 habe ich mir immer wieder Notizen über Internet im Klassenzimmer gemacht und während der Arbeit auf ebenjene zurückgegriffen. Durch die recht gering ausgeprägte sprachliche Mündlichkeit und nur geringfügig vorhandenen Strategien zur Erarbeitung und Organisation von Wissen in den Klassen, die ich am Beginn des Jahres übernahm, musste ich viele Experimente machen und den einen oder anderen Glaubenssatz auch in Frage stellen: mal etwas anders oder etwas anderes machen. Am Ende habe ich dann auf Internet im Klassenzimmer fast komplett verzichtet. Aber vielleicht fange ich von vorne an, von ganz vorn, um genau zu sein.

    Raten Sie doch einmal, wann genau ein promovierter Professor der Stanford University diese Zeilen an einen Oberstudienrat geschrieben hat:

    Ein Zyklus beginnt immer mit großen Versprechungen von den Entwicklern der Technik und deren Forschung. In der Schule nehmen die Lehrer die neuen Werkzeuge kaum an, und es kommt zu keinem wirklichen akademischen Fortschritt.  Dies wiederum führt immer wieder zu den gleichen Vermutungen im Hinblick auf die fehlende finanzielle Ausstattung, den Widerstand der Lehrkräfte oder die lähmende Schulbürokratie. Dennoch werden die Behauptungen der Vorreiter der neuen Technik von niemandem in Frage gestellt. Da die versprochenen Fortschritte jedoch weiter auf sich warten lassen, werden letzten Endes dann die Maschinen für den Misserfolg verantwortlich gemacht. Bald danach wird den Schulen die nächste Generation der Technik verkauft, und der gewinnbringende Zyklus geht von vorne los.

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  • STRATEGIEN ZUR ERHOEHUNG DER MUENDLICHEN UNTERRICHTSBETEILIGUNG – VORSCHLAG: MINUTENDISKUSSIONEN
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    Das, was heiliger Gral für die mittelalterliche Literatur, ist für den Sprachlehrer die Jagd nach Erhöhung der mündlichen Unterrichtsbeteiligung der Schüler in seinem Unterricht. Moment einmal: für den Sprachlehrer? Oft leider ja, und unglücklicherweise.

    Viele kluge Bücher sind immerhin dazu geschrieben worden, manches theoretisch-fundierte Universitätsseminar wurde gehalten. Lehrer haben kritisiert, wurden kritisiert, Studien wurden angestellt, Ergebnisse ausgestellt, Schulen umgestellt – und geholfen hat das alles dennoch nie annähernd soviel, wie eingangs noch versprochen worden ist. Das hat sicherlich viele Gründe, deren Diskussion sich ebenfalls schnell wieder in blanker Theorie erschöpft. Ein ganz reales Problem doch ist meiner Meinung nach dem gesamten vormals beschriebenen Problem und Handlungsmuster in der Unterrichtsbeteiligung immer immanent: es basiert auf Erkenntnissen, Wohlwollen und Motivationen eines einzelnen oder bestenfalls einiger weniger im theoretischen Diskurs Operierender. Resultierend krankt es am fehlenden Rückhalt, ja zuletzt auch nur an einer kritischen Masse in der Gruppe eben derjenigen, die Bildung tatsächlich “machen”. Ich meine die Lehrer, die 20 bis 30 Stunden pro Woche im Klassenraum gemeinsam mit den Schülern verbringen.

    Chile hat mich als Lehrer vor eine der schwierigsten Anforderungen gestellt. Der gesamte Lehrbetrieb hier kennt fächerübergreifend von den Wissenschaften bis zur Muttersprache nicht die Schüleraktivierung im Unterricht. Fragen an die Schüler werden, wenn überhaupt, geschlossen gestellt. Unterrichtsbeteiligung erschöpft sich oft in reiner Faktenabfrage – argumentative Strukturen werden selten gefordert, Inhalte wenig zur Diskussion gestellt, oft lediglich kopiert – vom Aufgabenblatt an die Tafel in das Heft und aus dem Kopf auf das Klausurblatt. Die Konsequenzen für den fremdsprachlichen Unterricht, der eine hohe mündliche Unterrichtsbeteiligung anstrebt, sind verheerend.

    Zusätzlich verschärft hat sich dieses mit vielen Nachteilen für die Entwicklung der Kinder behaftete System vor allem aus zwei Gründen: zum einen durch ein gigantisches Teaching to the Test-Szenario, das über SIMCE bis zum PSU fast ausschließlich reines Faktenwissen in ausufernden Multiple-Choice-Szenarien abfragt. Zum anderen spielt auch die fast nicht vorhandene Kommunikation zwischen den Fachabteilungen der Muttersprache, der Fremdsprachen und der humanistischen Fächer eine wesentliche Rolle. Die immerfortwährende Diskussion über die Unvorteilhaftigkeit dieser Situation aber bringt uns im Lehrbetrieb nicht weiter und nützt unseren Schülern herzlich wenig. Wir dürfen uns beschweren, aber müssen es selber ändern.

    Stattdessen glaube ich fest daran, dass es not tut, im Klassenzimmer Experimente zuzulassen und Strategien zu proben, zu entwickeln und anzuwenden, Schüler wieder untereinander ins Gespräch zu bringen. Dazu gehört auch, das eine oder andere Mal Dinge aus dem Lebensalltag von Kindern zu akzeptieren und auf die Bühne zu holen. Andererseits muss man sie aber auch durch Kontroversen aus der Reserve locken und sie anstacheln, sich in Gesprächen zu beweisen und behaupten zu wollen. Im ersten Teil heute soll es um Minutendebatten gehen und wie diese die Unterrichtsbeteiligung im mündlich-sprachlichen Bereich fordern und fördern können.

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  • BESTEHENSGRENZE IM SPRACHDIPLOM 2013 GESENKT
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    Erfreuliche Nachrichten trudeln in der südlichen Welt, in Chile, relativ kurzfristig vor dem Sprachdiplom 2013 ein.

    Im Sprachdiplom 1 sind die Bestehensgrenzen im Hörverstehen von 8 auf 6 Punkte, im Leseverstehen von 14 auf 12 Punkte gesenkt worden. Im Sprachdiplom 2 wurden ebenjene im Hörverstehen von 8 auf 7 und im Leseverstehen von 14 auf 13 Punkte reduziert.

    Auf Unterricht und Prüfungsverlauf sollten diese Neuigkeiten sicherlich wenig Einfluss nehmen. Für den einen oder anderen Schüler könnte dies aber einen großen Unterschied im Erhalt eines Sprachdiploms – egal, ob Sprachdiplom 1 oder Sprachdiplom 2 – ausmachen. Gerade deshalb, weil auf beiden Niveaus die Anforderungen doch merklich angezogen worden sind im Vergleich zu den Vorjahren.

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  • SCHULWEBSITES – SCHULE IM INTERNET ALS IDENTITAETSSTIFTENDE INSTITUTION
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    Unlängst bin ich mal wieder über Seth Godin gestolpert – Seth Godin, den nie einer kennt, und der doch schon viele Jahre die Welt des Internet für viele angenehmer gestaltet hat – wenn auch in Details – ein Don Quichote, betrachtet man die scheußliche Aufbereitung der Masse von dysfunktionalen Internetseiten – nicht nur, aber gerade auch im Bereich der Bildung – und dennoch ein Visionär, wenn es um funktionale Aspekte von Internetseiten geht.

    Nun hat Seth vor Kurzem einen Artikel veröffentlicht, der mir nicht nur aus der Seele gesprochen hat, sondern gleichzeitig auch den Zustand der digitalen Repräsentation von öffentlichen wie Privatschulen im Netz, von Schulwebsites ganz allgemein, treffend beschreibt. Seth schreibt, dass zweifelsohne die technischen Möglichkeiten und der Anspruch an Darstellung und Funktionalität in den letzten Jahren gewachsen sind, aber heute wie damals Websites an den eigentlich basischen Fragen gemessen werden müssen, an denen sie nämlich letztendlich meist scheitern: wen spreche ich an, wie gelangen die Besucher auf die Seite, wie definiere ich mein Angebot, wie gelangt der Besucher zum Angebot und was verspreche ich mit meiner Aufforderung, ebenselbiges anzunehmen.

    Ich hatte nun das Glück, mich im Rahmen meiner Arbeit knapp 3 Monate lang mit Schulwebsites zu beschäftigen. Dabei habe ich mich immer wieder gefragt: wie müssen ideale Schulwebsites aussehen? Wie sollten Schulwebsites funktionieren, um sie effektiv zeitlich organisieren zu können, dabei dennoch die Lernenden nicht plump verwalten, sondern sie präsentieren, animieren und ein vitales Schulprofil und Lerngeist generieren?

    Welche Funktionen können Websites von Bildungseinrichtungen wie darstellen, um allen an der Schulgemeinschaft beteiligten Parteien, Eltern, Schülern, Lehrern, Verwaltung und nichtzuletzt Interessierten ein übersichtliches Forum zu bieten? Diese Arbeit ist in ein Beispiel gemündet, das auf vielen Notizen und viel Recherche basiert, die sich zuerst primär auf die Colegios Alemanes in Chile, später auch auf Schulen in Nordamerika und Deutschland ausgedehnt hat. Umso überraschter war ich, dass ich trotz erkennbarer interkontinentaler Qualitätsgefälle bis auf lobenswerte Ausnahmen auf Schulwebsites im Querschnitt immer die gleichen funktionalen Mängel, die gleiche Kreativlosigkeit und Inhaltsarmut beobachten konnte.

    Sicherlich stehen viele meiner Resultate wie mein Arbeitsbeispiel einer optimalen Schulwebsite zur Diskussion. Ich freue mich über Meinungen und Anregungen. Besonders tragisch, dass es sich im Trend bei dem Gros der tendenziell ungeeigneten Seiten durchaus nicht nur um antiquierte Schulwebsites handelt, sondern vielmehr offensichtlich auch viel Geld in Neuentwicklungen investiert wird, die die gleichen Fehler wiederholen und der Schule weder organisativ-strukturell, weder repräsentativ, noch funktional oder didaktisch Vorteile bringen.

    Im Moment veröffentliche ich eine detaillierte Arbeitsstudie am Beispiel in sieben Teilen auf Video. Bisher erschienen:

    Optimale Schulwebsites – Teil 1: Einleitung
    Optimale Schulwebsites – Teil 2: Struktur und Inhalt
    Optimale Schulwebsites – Teil 3: Funktionen
    Optimale Schulwebsites – Teil 4: Benutzer, Rechte, Kontrolle und Moderation
    Optimale Schulwebsites – Teil 5: Mindestsicherheitsstandards
    Optimale Schulwebsites – Teil 6: Workflow am Beispiel von Verwaltungsaufgaben
    Optimale Schulwebsites – Teil 7: Schlussbemerkungen, Fazit, Ausblick

    Unterhalb ist die Playlist eingebunden, über die alle zum aktuellen Zeitpunkt vorhandenen Teile chronologisch angeschaut werden können. Wesentliche Aspekte der Videoreihe diskutiere ich auch im weiteren Verlauf des Artikels.

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  • WIE SICH 2014 DAS SPRACHDIPLOM 2 VERAENDERT
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    Einiges wird sich verändern im Sprachdiplom 2 ab 2014.  Während diese Änderungen im mündlichen Teil eher Details betreffen, ist der schriftliche Teil der Prüfung strukturell doch erheblich angefasst worden. Wo genau die Vor- und Nachteile für Schüler und Lehrer liegen und wie unsere Arbeit sich darauf einstellen werden muss, steht zur Diskussion und wird sich sicherlich nicht zuerst in der nächstjährigen Prüfung zeigen sondern vielmehr in der vorbereitenden Unterrichtsarbeit auch schon in diesem Jahr. [...]
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  • WIE BRANDET MAN EIGENTLICH GERAEUCHERTE WURST?
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    Eine interessante Frage. Für Mundo Gourmet, eine Nobelorganikschmiede hausgemachter Wurst und Liköre habe ich neben der Homepage auch die Produktvisualisierung übernommen. Die Idee war, die Produkte, allesamt organisch hergestellt, möglichst nah an der Natur zu visualisieren. Glücklicherweise war die Fabrik direkt am Fluss Maullin gelegen – dem artenreichsten Fluss der Welt, noch vor dem Nil in Afrika!

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  • DER BLICK IN DIE KLASSENBUECHER UND WAS UNS SCHUELERNOTEN UEBER LEHRER SAGEN
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    Schon seit Jahren und Aberjahren macht es mir immer wieder Spaß, am Semesterende einen fächerübergreifenden Blick auf Noten und Endnoten individueller Schüler zu werfen. Dabei bewahrheitet sich dann traditionell mein Verdacht, dass die Noten der Schüler mehr über uns Lehrer, unsere Arbeit und unser Verständnis von Schule aussagen als über den individuellen Schüler und seine Leistungen selbst. Wie kann es eigentlich zustandekommen, dass ein Schüler in zum Beispiel eng methodisch, kompetenzbedingt artverwandten Fächern extrem heterogene Leistungen erzielt? Ist das als Produkt unterschiedlich gearteter Talente, Vorlieben und Wissensausbildung zu erklären? Eltern, die meisten Lehrer und leider vor allem auch Schüler denken das oft. Ich selbst habe berechtigte Zweifel. [...] Weiterlesen, wird noch spannend

  • WALKER EVANS – FOTOGRAF DER GROSSEN DEPRESSION
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    Heute bin ich spontan mit Schülern in das Gespräch gekommen – es ging um die Anfänge der Fotografie, wie sie genutzt wurde und sich entwickelt hat. Dabei fiel mir spontan Walker Evans ein – der wohl produktivste und schonungsloseste Dokumentarfotograf der großen Depression der Dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Seine Bilder sind eindrucksvoll und dokumentieren die für die Menschen damals schwierige Zeit in allen Regionen der USA. Ich freue mich immer über diese kleinen Momente im Unterricht, wenn Schüler sich für etwas Lebendiges interessieren und ich selbst mich an etwas erinnere, das ich lange nicht mehr angefasst habe.

  • VIDEOREIHE UEBER DIE EROERTERUNG IM SPRACHDIPLOM 2 – TEIL 1: DIE EINLEITUNG
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    Das Sprachdiplom 2 fordert eine intensive Auseinandersetzung mit der schriftlichen Erörterung von informativen Texten im Unterricht. Ein Sprachunterricht, der auf das Sprachdiplom 2 abzielt, kann kein reiner kultursprachlicher Unterricht sein – er muss, klassenstufenabhängig, ein profundes Sprachtraining bieten. Insbesondere die Anforderungen im Sprachdiplom 2 sind hoch. Gemeinsam mit den Schülern erarbeite ich dieses Jahr eine Videodokumention in Form eines Tutorials für die einzelnen Teile der Erörterung.

    Der erste Teil über das Schreiben einer Einleitung ist gerade erschienen. [...] Weiterlesen, wird noch spannend

  • ICH HABE EINE KLEINE SCHALLMAUER AUF YOUTUBE DURCHBROCHEN
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    Nun, ich gehöre wahrlich nicht zu den Leuten, die ihre YouTube-Kanäle wirklich pflegen und hegen. Da schmeiße ich seit nunmehr fast 10 Jahren immer mal wieder rauf, was mir lohnenwert für die Nachwelt erscheint. Um so überraschter war ich, als ich bemerkte, dass mein Video zum Thema Bau eines Schlagzeugpodests zur Trittschallisolierung die 30.000 Aufrufe gesprengt hat. Mein Kanal selbst hat gar 150.000 Aufrufe erhalten. Wodurch das zu erklären wäre: keine Ahnung. Vielleicht liegt es an der doch recht illustren Themenvielfalt: Aufzucht von Labradorwelpen, Schlagzeug en masse, Longboardfahren und das Podest-Video hat anscheinend auch ausschlaggebend dazu beigetragen.

  • EIN SCHMUCKDESIGNER IN SANTIAGO, MEINE VERHAENGNISVOLLE WETTE UND EIN GEWONNENES WIE ZERRONNENES IRISH STOUT
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    Seit langem wollte ich meine Arbeit aus dem Spätjahr 2011 noch einmal veröffentlichen, die für die Nobel-Schmuckschmiede Reydet & Söhne in Santiago de Chile entstanden ist.

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    Dem Projekt vorangegangen war witzigerweise eine Wette mit einem befreundeten Produktfotografen aus Irland. [...] Weiterlesen, wird noch spannend

  • KEIN WARTEN AUF YOUTUBE IM KLASSENZIMMER
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    Der Unterricht läuft und mal eben schnell soll ein kleiner Clip gezeigt werden. YouTube bietet sich oft an, denn erstens ist der Fundus der angebotenen Videos riesig groß und zweitens kennen und nutzen auch die Schüler diese weltweit größte Videoplattform frequentiert.

    Nicht selten ist dann der Frust groß, wenn das Streaming mit der Geschwindigkeit einer kaukasischen Bergschnecke nach wenigen Sekunden einfriert oder das Video nach jeweils einigen Sekunden Playback stockt. Wer kennt das nicht? In einer Unterrichtsstunde müssen wir fließend arbeiten und jede durch Technik verlorene Minute ist kontraproduktiv. Eine Alternative freilich ist es, das Video im Planungsprozess der Stunde herunterzuladen und später  lokal auf dem Rechner abzuspielen. Das aber behindert den größten Vorteil, den uns das Internet bietet – den spontanen Zugriff auf Inhalte, wenn sie wirklich der Visualisierung eines Sachverhalts dienen.

    Es gibt eine technische Lösung für das Problem. [...] Weiterlesen, wird noch spannend

  • FRANZ KAFKA, LEIHEN SIE MIR IHRE HANDSCHRIFT, BITTE?
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    Einigen wenigen mag es aufgefallen sein – die Typografie, die meinen Namen oberhalb des Blogs schmückt, ist nicht etwa meine Handschrift. Vor kurzem ist sie mir digital in die Hände gefallen, es ist die originale Handschrift Franz Kafkas. Offenkundig hat sich jemand die Mühe gemacht, sie aus alten Quellen nachzubilden. Ich weiß, wieviel Arbeit es macht, eine Schrift typografisch zu entwerfen, ganz zu schweigen, redet man von einer möglichst originalgetreuen Nachbildung einer persönlichen Handschrift. Ich bin zutiefst beeindruckt. Der Designer ließ sich nicht ausfindig machen, aber: Hut ab!

    In meiner Begeisterung kam ich nicht umhin, mein Lieblingszitat Kafkas in seiner Handschrift zu verewigen. Es wird Zeit, einmal wieder “Das Schloss” in die Hand zu nehmen. Kafka-Fans sei an dieser Stelle auch Paul Auster empfohlen, vorzugsweise die Trilogie Stadt aus Glas.

Adresse // Manuel Montt
La Unión, Los Rios, Chile

Mobil // (56) 9 7371 0423

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